Der fünfte Lauf der Saison vom vergangenen Samstag den 2. Juni, der Baldeggerseelauf rund um den Baldeggersee war für mich eher ein persönlicher Kampf.
Die Strecke umfasste 10 Meilen, also rund 16 Kilometer, analog dem GP Bern. An diesem konnte ich in diesem Jahr die 16km in 1h und 11 Minuten beenden. Nach dem GP Bern war das Ziel, den Baldeggerseelauf in maximal 1h und 11 Minuten zu beenden, sprich ich wollte sicherlich schneller sein. So habe ich auch mein Training ausgerichtet. Mit gezielten Intervalltrainings wollte ich die Geschwindigkeit erhöhen. Auch mehrere Läufe über 16 bis 20km absolvierte ich in der Zwischenzeit – immer mit dem Ziel, die Zeit des GP Bern am Baldeggerseelauf zu unterbieten.

Der Start erfolgte um 16.50 Uhr in Hitzkirch bei strahlendem Sonnenschein und 27° Grad. Am Start konnte ich einen guten Platz einnehmen um so ohne grosse Probleme meine angepeilte Pace (min/km) von 4.20min zu halten. Dies jedoch nur knapp die ersten zwei Kilometer. Schon bald merkte ich, dass mein Körper Flüssigkeit benötigt. So versuchte ich an jedem Brunnen meinen Kopf zu nässen um so die Distanz bis zum nächsten Verpflegungsposten auszuhalten. Die Verpflegungsposten waren rund alle drei Kilometer anzutreffen – zum Glück.

Es gab einige Momente, so kurz nach zwei Kilometer, wo ich am liebsten das Rennen beendet hätte. Auch bei Kilometer acht dachte ich, dass ich dem Treiben ein Ende setzten sollte. Trotzdem kämpfte ich mich durch die restlichen acht Kilometer und war über die verschiedenen Wasserduschen der Zuschauer dankbar.

Schlussendlich mit nach 1h und 22 Minuten am Ziel angekommen war ich einerseits wütend, auf der anderen Seite froh, dass ganze überstanden zu haben.

Hauptgrund für die Strapazen war der erhöhte Bedarf an Flüssigkeit für den Körper. Dies jedoch nicht primär wägen der Hitze, sondern vor allem auch wegen dem Alkoholkonsum am Vorabend. Dieser war der erste Konsum von hartem Alkohol in diesem Jahr und vor allem in so grossen Mengen.

Meine Disziplin, welche ich nun bis am letzten Freitagabend halten konnte, verlor ich an diesem Abend und musste das ganze bitter bezahlen. Dies war das einzige und letzte Mal, dass ich die Wettkampfvorbereitung so vernachlässigte.

Das nächste Ziel ist der Ägeriseelauf über 14.5km. Ziel ist es, diesen in knapp einer Stunde zu beenden.

 

Analyse
In den nachfolgenden Grafik wird der Puls wie auch die Geschwindigkeit in km/min angezeigt. Es ist ersichtlich, dass zu beginn die Pace noch im Zielbereich war. Ab Kilometer 2.5 kamm dann der Einbruch. Die blauen Ausschläge zeigen die Pausen, bei denen ich spazierte und mich erholen musste. Acht langsame Phasen war nicht mein Ziel.

Vom 4. bis 9. Juni ist nun Regenerationsphase. Dabei wir ein Minimum an sportlichen Aktivitäten ausgeführt. Anschliessend startet wieder das Training, mit der gezielten Vorbereitung auf den Ägeriseelauf.