Am 26. Juli 2014 habe ich meinen persönlich letzten Triathlon in dieser Saison bestritten. Um genau 10:02 Uhr ging es auf die 1,5 Kilometer lange Schwimmstrecke im Zürichsee. Diesmal habe ich bewusst eine gute Platzierung gewählt, mit dem Risiko, in den Pulk der anderen Teilnehmer zu kommen. Und so war es dann auch. Die ersten paar Meter gingen noch einigermassen. Aber bei der ersten Boje gings mit dem Gedränge los. Trotz der Schläge von allen Seiten konnte ich mit wenigen Unterbrüchen in meinem Rhythmus weiter schwimmen.

Der Ausstieg und auch den Weg in dies Wechselzone lief perfekt. Zwar war ich in der Wechselzone nicht so schnell wie erhofft, aber trotzdem in einer akzeptablen Zeit wieder draussen. Nun hiess es, drei Runden auf dem Rad (90km) zu absolvieren. Da ich die Strecke und insbesondere den Heartbreak Hill nicht kannte, schonte ich meine Kräfte auf der ersten Runde. Nachdem ich nun eine Runde gemacht habe, habe ich auf den flachen Streckenteilen Tempo gemacht, immer aber mit dem Heartbreak Hill im Hinterkopf. Nach drei Runden gings dann auf die Laufstrecke (10km). Hier konnte ich von Beginn an ein gutes Tempo halten. Auf den letzten drei Kilometer habe ich die Pace nochmals erhöht und auf dem letzten Kilometer versuchte ich noch einen Sprint hinzulegen und die letzten Kräfte zu mobilisieren. Mit einer durchschnittlichen Pace von 4:19/km konnte ich das Laufen erfolgreich beenden.

Schlussendlich konnte ich mit einer Zeit von 2h und 27 Minuten der 41 Platz (von 161) in meiner Alterskategorie sichern. War ich am Zytturm-Triathlon noch im letzten Viertel der Rangliste, so konnte ich de Zürich Triathlon im ersten Viertel finishen. Dies zeigt mir, dass ich die Erkenntnisse aus dem Zytturm-Triathlon optimal in die Trainingsplanung integrieren und am Zürich Triathlon umsetzen konnte.

Auf Grund des Militärdienst den ganzen September werde ich in diesem Jahr keinen Triathlon mehr machen sondern noch den Swiss Marathon light (Halbmarathon) in Sarnen, den Hallwilersee Halbmarathon und den Swiss City Marathon Lucerne. Jedoch sind die genannten Läufe zwischenzeitlich leider eher als Trainings eingestuft, da ich aktuell in sportmedizinischer Behandlung bin und auf Lauftraining mehrheitlich verzichten muss. Seit längerem verspüre ich jeweils nach dem Lauftraining und vor allem am Morgen nach dem Aufstehen Schmerzen in der linken Ferse. Es hat sich nun herausgestellt, dass ich hier eine Entzündung habe, die aktuell mit der Stosswellentherapie und speziellen Schuheinlagen eliminiert werden soll. Und damit ich nichts riskiere, wurde der Trainingsumfang beim Laufen stark reduziert.

Zum Glück kann ich jedoch noch Radfahren und schwimmen. Dadurch kann ich bereits für mein grosses Ziel im 2015 trainieren. Da ich aber nur sehr wenig Laufeinheiten vor den geplanten Wettkämpfen machen kann, musste ich meine persönlichen Ziele für die Wettkämpfe runterschrauben oder sogar vergessen. So war es das Ziel, am Lucerne Marathon unter 3h 15min zu finishen, Da ich aber den ganzen August und teilweise auch September (WK) nur sehr wenig trainieren kann, wird dieses Ziel schier unmöglich.

Für mich persönlich war die Triathlonsaison 2014 ein voller Erfolg. Mit der sensationellen Zeit von 5h 10min am Ironman 70.3 in Rapperswil und der guten Platzierung am Zürichsee Triathlon bin ich mit mir mehr als zufrieden.